PLASTISCH-CHIRURGISCHE OHRANLEGUNG

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Gesichtschirurgie-Berlin-Ohranlegung

Anlass

Eine der häufigsten Fragestellungen an den plastisch-chirurgisch tätigen HNO-Arzt sind abstehende Ohren. Dies kann durch einen zu tiefen Knorpel im Eingangsbereich des Gehörganges oder durch eine fehlende oder zu geringe Faltenbildung im Bereich der Ohrmuschel bedingt sein. In den meisten Fällen liegt eine Kombination dieser beiden Veränderungen vor. Vor jedem Eingriff finden eine digitale Fotodokumentation und eine ausführliche Beratung statt. Die angewendete operative Technik richtet sich nach dem individuellen Befund des Patienten. Eine Ohranlegung dauert in der Regel eine Stunde je Ohr. Bei Fehlbildungen der Ohrmuschel kann die Operationsdauer erhöht sein. Eine kosmetische Ohranlegung wird bei Erwachsenen von Krankenkassen nur in Ausnahmesituationen bei schweren Fehlbildungen übernommen. In allen anderen Fällen wird der Eingriff vom Patienten selbst bezahlt. Aus organisatorischen Gründen werden in der Gesichtschirurgie des HNO-Zentrums nur erwachsene Patienten operiert.

Gesichtschirurgie-Berlin-Ohranlegung-Operation

Verlauf der Operation

Zur Korrektur dieser Veränderungen wird an der Rückseite der Ohrmuschel zuerst ein Hautschnitt angelegt und dann die Haut von der Rückseite des Ohrknorpels abgehoben. Der Knorpel wird und mit kleinen unsichtbaren Schnitten und Nähten solange bearbeitet, bis die gewünschte Form erreicht ist. Der Operateur entscheidet während der Operation, abhängig von der Beschaffenheit des Knorpels und der Haut des Ohres, ob selbstauflösende oder dauerhaft verbleibende Fäden verwendet werden. Bei sehr dickem und unelastischem Knorpel werden häufig verbleibende Fäden z.B. aus Goretex verwendet. Wenn selbstauflösende Fäden eingesetzt werden, wird zuerst eine Überkorrektur der Anlegung angestrebt, da es nach dem Fadenabbau nach 6 Monaten trotz zwischenzeitlicher Narbenbildung wieder zu einem leichten Abstehen kommen kann. Nach dem Eingriff kann über einen gewissen Zeitraum eine verminderte Sensibilität der Ohrmuschel vorhanden sein, sich nach 3-6 Monaten wieder zurückbildet.

Eine Ohranlegung dauert in der Regel eine Stunde je Ohr. Nach dem Verschluss der Haut erfolgt die Anlage eines modulierenden Salbenverbandes. Dieser wird insgesamt 10 Tage benötigt und dann zusammen mit den Hautfäden entfernt. Der Verband wird in dieser Zeit 2 x gewechselt. Für die folgenden 6 Wochen sollte zur Nacht beim Schlafen ein weiches Stirnband getragen werden. Der Eingriff wird üblicherweise in Vollnarkose durchgeführt, kann bei Erwachsenen auf Wunsch auch in örtlicher Betäubung operiert werden.

Kosten

DIE KOSTEN EINES KOSMETISCHEN EINGRIFFES SIND VON DESSEN ART UND UMFANG ABHÄNGIG

Die Kosten einer kosmetischen Ohranlegung werden bei Erwachsenen von den Krankenkassen nur in Ausnahmesituationen bei schweren Fehlbildungen übernommen. Üblicherweise wird die Operation und die Narkose vom Patienten selbst bezahlt.

Eine Ohranlegung kostet 500-1000 € zzgl. 19 % Mehrwertsteuer je Ohr. Die Kosten sind von der Dauer und der Schwierigkeit des Eingriffs abhängig und richten sich nach der Gebührenordnung der Ärzte (GoÄ). Zusätzlich fallen Gebühren von ca. 500 € pro Op-Stunde seitens des Krankenhauses für die Narkose und OP-Dienstleistungen an. Der Eingriff dauert bei regelhaftem Verlauf insgesamt ca. 2 Stunden. In der Summe entstehen Kosten von 2000-3000 € zzgl. 19 % Mehrwertsteuer. Bei Erwachsenen kann der Eingriff auch in Lokalanästhesie mit medikamentöser Sedierung durchgeführt werden. In der Regel ist keine stationäre Aufnahme nötig, d.h. die Patienten können am Nachmittag/Abend die Klinik verlassen und zuhause übernachten. Dort muss aber eine Betreuung durch Angehörige gewährleistet sein. Am nächsten Tag erfolgt die Vorstellung im HNO-Zentrum zur 1. Untersuchung nach der Operation. Hier wird die weitere Versorgung und die Verbandswechsel durchgeführt.

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