PLASTISCH-CHIRURGISCHE OHRANLEGUNG

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Anlass

Eine der häufigsten Fragestellungen an den Plastisch-Chirurgisch tätigen HNO-Arzt sind abstehende Ohren. Hierbei sind der Knorpeltrichter neben dem Gehörgang zu tief oder die Ohrknorpel nicht ausreichend gefaltet. In den meisten Fällen liegt eine Kombination dieser beiden Veränderungen vor. Aus organisatorischen Gründen werden nur erwachsene Patienten operiert.

Verlauf der Operation

Zur Korrektur dieser Veränderungen wird an der Rückseite der Ohrmuschel ein Hautschnitt angelegt, der Knorpel dargestellt und mit kleinen unsichtbaren Schnitten und Nähten bearbeitet, bis die gewünschte Form erreicht ist. Der Operateur entscheidet während der Operation abhängig von der Beschaffenheit des Knorpels und der Ohrhaut, ob selbstauflösende oder dauerhaft verbleibende Fäden verwendet werden.

Eine Ohranlegung dauert in der Regel eine Stunde je Ohr. Nach dem Verschluss der Haut erfolgt die Anlage eines modulierenden Salbenverbandes , der insgesamt 10 Tage benötigt und dann zusammen mit den Hautfäden entfernt wird. Der Verband wird in dieser Zeit 2 x gewechselt. Für die folgenden 6 Wochen sollte zur Nacht beim Schlafen ein weiches Stirnband getragen werden. Bei Kindern wird der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt, bei Erwachsenen kann auf Wunsch in örtlicher Betäubung operiert werden.

Kosten

DIE KOSTEN EINES KOSMETISCHEN EINGRIFFES SIND VON DESSEN ART UND UMFANG ABHÄNGIG

Eine kosmetische Ohranlegung wird bei Erwachsenen von Krankenkassen nur in Ausnahmesituationen bei schweren Fehlbildungen übernommen und wird zu allermeist vom Patienten selbst bezahlt.

Eine Ohranlegung kostet 500-1000 Euro je Ohr. Die Kosten sind von der Dauer und Schwierigkeit des Eingriffs abhängig und richten sich nach der Gebührenordnung der Ärzte (GoÄ). Zusätzlich fallen Gebühren von 500 Euro pro Op-Stunde seitens des Krankenhauses für die Narkose und OP-Dienstleistungen an. Der Eingriff dauert bei regelhaftem Verlauf insgesamt ca. 2 Stunden. In der Summe entstehen Kosten von 2000-3000 Euro. Bei Erwachsenen kann der Eingriff auch in Lokalanästhesie in Sedierung durchgeführt werden. In der Regel ist keine stationäre Aufnahme nötig, d.h. die Patienten können am Nachmittag/Abend die Klinik verlassen und zuhause übernachten. Dort muss aber eine Betreuung durch Angehörige gewährleistet sein.

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